Von Tilcara ging es direkt Richtung Norden mit einigen Zwischenstops. Bis auf 3500 Meter und vorbei an freundlich schauenden Lamas. Auf dem Weg nach La Quiaca gab es Neowerdermanias, Lobivias, Punas und auch Rebutias in über 300 Meter Höhe. Direkt neben den Rebutias lag sogar noch Schnee, während wir im T-Shirt davor standen und Bilder machten. Die Schwankungen zwischen Tag und Nacht betragen hier oben zum Teil mehr als 20 Grad. Während der Suche nach Kakteen hielt direkt vor unseren Augen noch ein Bus mit Tschechen. Ebenfalls auf der Suche nach Kakteen.
Nach der ganzen Sucherei sind wir letztendlich in La Quiaca angekommen und haben nach einer Tasse Kaffee ersteinmal einen Abstecher nach Bolivien gemacht. Eine andere Welt. Alles ist irrsinnig bunt. Frauen sitzen vor Säcken mit Coca Blättern um diese zu verkaufen. Eine Betriebsamkeit die eher an Südostasien erinnert. Nach einer halben Stunden Bummelei und dem Erwerb einer Packung Coca Tee (Für einen besseren Schlaf in dieser Höhe!) sind wir dann wieder nach La Quiaca zurückgekehrt.
Von San Lorenzo sollte es entspannt nach Tilcara gehen. Der Start war ein wenig holperig. Die Nacht kaum geschlafen, dann festgestellt das man den Schlüssel vom Hotel in Cachi noch in der Hose hat und zu guter letzt mal wieder ein langweiliges nicht ausreichendes Frühstück.
Es sollte aber besser werden. Erst ging es durch den Regenwald und dann gab es Parodien (einige mit Blüten) und Lobibivien. Für mich gab es Blossfeldias bis zum Umfallen.
Die Landschaft lenkte einen massiv von den Pflanzen ab. Vorbei an dem Berg der sieben Farben landeten wir beim letzten Stop in einem Tal mit bunten Bergen.
Der Tag endete mit einer Lama-Mahlzeit und verschaffte uns somit Lama-Power für die Tour bis La Quiaca.
…waren wir nicht ganz. Dafür aber knapp darunter und auch mittendrin. Erst ging es von Cachi nach Payogasta zu den Gymnos und den Acanthocalicien. Interessant war hier das Ameisen die Blüten zerlegt haben um damit ihre Pilzkulturen am Laufen zu halten.
Danach ging es auf 3200m zu den Lobivia und den Austrocylindropuntias. Die alpine Vegetation ließ uns staunen. Dort war es bunt wie auf einer Alpenwiese im Sommer. Mein persönliches Highlightwar eine Stabheuschrecke. Dies hätte ich bei dieser Höhe nicht erwartet. Das Highlight der Mandz: eine blühende Lobivia.
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Über eine „Wolkenstraße“ fuhren wir bei 3400m über einen Paß wieder hinunter. Zum Teil führte die Straße durch die Wolken oder auch knapp unter ihnen hindurch. Atemlos sahen wir die Berge in den Wolken verschwinden – direkt neben uns.
Der nächste Stop sollte uns nach San Martin zu diversen Trichocereen führen. Leider war hier aber schon ein Teil duchr Straßenbauarbeiten verschwunden. Es war dennoch genug für schöne Fotoaufnahmen verblieben.
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Keine 10 Kilometer später hielten wir erneut um Echinopsen an einem Flußlauf zu fotografieren. Ungewöhnlich waren viele Gräser und Blumen die dazwischen wuchsen. Sogar eine weiße Passiflora blühte zwischen den Kakteen.
Der letzte Kakteenstop war eher ein Suchbild für Fortgeschrittene. Rebutien wuchsen an einer Felswand und waren bei einer größer von ca. 1-2cm kaum zu entdecken.
Nun neigt sich der Tag dem Ende und wir werden gleich wieder einheimische Kost zu uns nehmen. Bis dahin trocknen wir allerdings noch unsere Wäsche auf dem Ventilator im Zimmer.
Von Cafayate aus sind wir am Morgen aufgebrochen um via der Ruta 40 in Richtung Cachi zu fahren. In sengender Hitze hatten wir einige Stops mit tollen Pflanzen und sogar mit einigen Blüten. Die Piste war extrem staubig, so das wir nur mit geschlossenen Fenstern fahren konnten. Zum Glück hat der Wagen eine Klimaanlage. Dennoch – wir beide sind ein wenig erledigt weil wir zu der Höhenluft auch noch sehr viel Sonne abbekommen haben.
Am Ende des Tages gab es einen Höhenklima-Spezialtee und ein sanftes entschlummern mit Blick auf Kakkteenholz an der Decke und einer zusätzlichen Aussicht auf den argentinischen Sternenhimmel.
Noch kurz ein paar Worte zum Essen. Das Frühstück (siehe Bild) ist eher dürftig. Weizenmehl-Zeugs und Marmelade. Sehr selten auch mal Wurst und Käse. Dazu gibt es dann noch industrielles kellogsartiges Geknusper. Leider nichts Warmes.
Was allerdings hier gut angerichtet wird sind Steaks und Empanadas. Letztere gibt es mit Huhn, mit Rind oder mit Käse. Die mit Käsefüllung sind brutal und reichen, bei morgendlicher Einnahme, bis zum Abend.