Archiv der Kategorie: Argentinien 2014

Ein (fast) ruhiger Tag

Heute sollte es ein „Ruhetag“ werden. Also mal nicht lange umherfahren und auch nicht in der Sonne braten lassen. Der CaZ durfte das Ruhetagsprogramm bestimmen und wünschte sich noch einen Besuch bei den Parodia stuemeri – immerhin blühen die so schön. Alles von gelb bis rot innerhalb einer Art. Ähnlich wie bei den maasiis.

Wir machten uns nach den obligatorischen tanken auf den Weg. (Zu dem tanken gehört auch die Beschaffung des Nahrungs- und Getränkevorrates für den Tag in dem Shop der Tankstelle) Unser erster Weggefährte war mal wieder der Esel. Immer wieder schön ihn zu treffen. Er wirkt ein wenig traurig, aber ich glaube der will nur spielen.

Die nächsten Stops waren dann ausschließlich Parodienstandorte. Es stürmte und in regelmäßigen ungeliebten Schüben fegte es einem den Sand und den noch fiel schlimmeren Lehmstaub um die Ohren. Die Pflanzen waren fantastisch und klebten fast immer an irgendwelchen Felsen in Höhen die man kaum erreichen konnte. Dazu kam noch das Glück noch einige Blüten vorfinden zu können. Uns macht es einen kaum beschreibbaren Spaß Stellen zu entdecken an denen solche Pflanzen wachsen.

Einer der letzten Stops brachte neben einer Parodia noch Tephros und Gymnocalycium spegazzinii. Die Gymnos sahen anders aus als an den anderen Standorten. Die Freunde meinerseits war groß als ich zudem noch ein Prachtexemplar einer Schlange fand. Der Mandz hat es eher den Tag verhagelt, verständlicher Weise. Nicht jeder mag Schlangen. Dieses Exemplar saß gleich in der Nähe eines Gymnos und war vermutlich eine Lanzenotter. Der Gedanke auf so ein Geschöpf zu treten und dann in logischer Konsequenz gebissen zu werden ist eher nicht so schön. Auch nicht für mich! Nun gut, ich freute mich trotzdem dieses wirklich schön gemusterte Tier unter Berücksichtigung eines respektvollen Abstandes fotografieren zu können.

Der Rückweg war mal wieder irgendwie anders. Bauarbeiten finden hier ständig statt und es ist anzunehmen das diese auch nie aufhören werden. Große Trucks, Regenfälle und Erdrutsche sind immer wieder landschaftsverändernde Maßnahmen. So auch in diesem Fall. Man kommt an eine Stelle an der man am Vormittag bereits gewesen ist und irgendwie ist die Straße auf einmal nur noch einspurig oder sie wurde kurzerhand durch ein Konglomerat von Erdhaufen und Felsen ersetzt. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle unserem tapferen Auto mit ausreichender Bodenfreiheit.

Hier noch einige Mandz-Bilder:

Der Esel und der Bus

Auf dem Weg zum abendlichen argentinischen Essen fiel uns noch ein, das wir ein weiteres Highlight vergessen haben. Der Esel. Er stand am Wegesrand und war schon fast soweit seinen Kopf in den Wagen zu stecken. Ein sehr lustiger moment!

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Beim weiteren Wandern zum abendlichen Dinner kam uns dann noch ein Bus entgegen. Wie bereits aus den vergangenen Tagen gewohnt, haben wir auch den Busfahrer freundlich mit einem Winken gegrüßt. Es passierte etwas, was so in Deutschland nie passieren würde: der Busfahrer wollte anhalten und uns mitnehmen. Die Freundlichkeit der Menschen hier ist herrlich. Uns fällt dies immer wieder im Straßenverkehr auf. Man ist hilfsbereit und zuvorkommend. Eine Eigenschaft die wir auf der Straße zu Hause kaum noch kennen.

Pyrrhowahn und weiße Berggipfel

Eigentlich war der Tag als „Ruhetag“ geplant. Da wir ja nun schon direkt an der Quebrada de San Lorenzo wohnen, wollten wir dies mit einem Spaziergang auch nutzen. Dazu muss man wissen das San Lorenzo in einem subtropischen Gebiet liegt – ca. 1400 Meter über NN. Man könnte sagen: San Lorenzo liegt in einer eternal Cloud. Hier regnet es immer! Außer die ersten Stunden dieses Tages. Wir machten uns also auf in den Wald und konnten dabei schon nicht einmal 100 Meter weit sehen. Das Wasser stand in der Luft und alles war im nu feucht. Prinzipiell mag ich Tropen aber als dann noch der Regen hinzukam wurde es uns zu viel. Also wieder zurück zum Hostel.

Der neue Plan: Das Auto mit technischem Gerät beladen und dann wieder ab in die Berge. Ab 1800 Meter hört es auf mit dem Regen und so bei ca. 3000 Metern wird es dann auch so richtig mollig warm. Wir fuhren fast bis San Antonio. Bei 3200 Meter stoppten wir und die Mandz verfiel in eine Art Pyrrhowahn. Für diejenigen die es nicht wissen: Ein Pyrrhocactus ist halt ein besonders hübscher Kaktus. Wir machten zwei Pyrrhostops und versuchten dann wieder nach Hause zu kommen.

Es blieb bei dem Versuch. Unterwegs wurde ich gierig und wollte noch weitere Parodia stuemeri Pflanzen knipsen. Einige schöne Felswände hatten wir gefunden. Leider mussten wir Weitere Aufnahmen vertagen, da die Zeit lief und wir noch zurück mussten. Dennoch – kurz einmal mit den Augen scannen und mit dem Gehirn aufnehmen war auch toll.

Ein weiteres Highlight des Tages war der Schnee den wir in 3200 Metern in einiger Entfernung sehen konnten. Ein umwerfender Anblick den man dort sogar im T-Shirt genießen konnte.

Blühende Parodien und Spegazzinis

Heute ging es noch einmal in Richtung Puerta tastil. Schotterpisten und Bäche lagen vor uns. G. Spegazzini und Lobivien ebenso wie blühende Parodien und Cleistokakteen haben wir gefunden.

Hier waren wir heute unterwegs:

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Interessant war der Weg den wir fuhren – auch wenn es eigentlich schon das dritte Mal gewesen ist. Alles war recht staubig und teilweise durch Regen in den höheren Lagen matschig. Zu den Spegazzinis mussten wir zudem auch noch mit unserem tapferen Auto durch Bachläufe. Es macht Spaß aber man hat immer ein wenig Sorge das man hängen bleibt. Immerhin kommt nur alle paar Stunden einmal ein Auto vorbei. Der Hammer sind die Schilder auf denen steht das man nur 60 kmh fahren darf. Bei Steinbrocken so groß wie ein Volleyball verzichtet man gern auf hohes Tempo.
Sehr gemein sind auch die Straßenarbeiten. Da kommt man nach drei Stunden aus den Bergen zurück und die bauen erst einmal die ganze Straße um. Egal, dank unseres Garmin etrax 30 kommen wir im Verkehr und im Gelände gut zurecht.

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