Archiv des Monats: Februar 2014

Pyrrhowahn und weiße Berggipfel

Eigentlich war der Tag als „Ruhetag“ geplant. Da wir ja nun schon direkt an der Quebrada de San Lorenzo wohnen, wollten wir dies mit einem Spaziergang auch nutzen. Dazu muss man wissen das San Lorenzo in einem subtropischen Gebiet liegt – ca. 1400 Meter über NN. Man könnte sagen: San Lorenzo liegt in einer eternal Cloud. Hier regnet es immer! Außer die ersten Stunden dieses Tages. Wir machten uns also auf in den Wald und konnten dabei schon nicht einmal 100 Meter weit sehen. Das Wasser stand in der Luft und alles war im nu feucht. Prinzipiell mag ich Tropen aber als dann noch der Regen hinzukam wurde es uns zu viel. Also wieder zurück zum Hostel.

Der neue Plan: Das Auto mit technischem Gerät beladen und dann wieder ab in die Berge. Ab 1800 Meter hört es auf mit dem Regen und so bei ca. 3000 Metern wird es dann auch so richtig mollig warm. Wir fuhren fast bis San Antonio. Bei 3200 Meter stoppten wir und die Mandz verfiel in eine Art Pyrrhowahn. Für diejenigen die es nicht wissen: Ein Pyrrhocactus ist halt ein besonders hübscher Kaktus. Wir machten zwei Pyrrhostops und versuchten dann wieder nach Hause zu kommen.

Es blieb bei dem Versuch. Unterwegs wurde ich gierig und wollte noch weitere Parodia stuemeri Pflanzen knipsen. Einige schöne Felswände hatten wir gefunden. Leider mussten wir Weitere Aufnahmen vertagen, da die Zeit lief und wir noch zurück mussten. Dennoch – kurz einmal mit den Augen scannen und mit dem Gehirn aufnehmen war auch toll.

Ein weiteres Highlight des Tages war der Schnee den wir in 3200 Metern in einiger Entfernung sehen konnten. Ein umwerfender Anblick den man dort sogar im T-Shirt genießen konnte.

Blühende Parodien und Spegazzinis

Heute ging es noch einmal in Richtung Puerta tastil. Schotterpisten und Bäche lagen vor uns. G. Spegazzini und Lobivien ebenso wie blühende Parodien und Cleistokakteen haben wir gefunden.

Hier waren wir heute unterwegs:

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Interessant war der Weg den wir fuhren – auch wenn es eigentlich schon das dritte Mal gewesen ist. Alles war recht staubig und teilweise durch Regen in den höheren Lagen matschig. Zu den Spegazzinis mussten wir zudem auch noch mit unserem tapferen Auto durch Bachläufe. Es macht Spaß aber man hat immer ein wenig Sorge das man hängen bleibt. Immerhin kommt nur alle paar Stunden einmal ein Auto vorbei. Der Hammer sind die Schilder auf denen steht das man nur 60 kmh fahren darf. Bei Steinbrocken so groß wie ein Volleyball verzichtet man gern auf hohes Tempo.
Sehr gemein sind auch die Straßenarbeiten. Da kommt man nach drei Stunden aus den Bergen zurück und die bauen erst einmal die ganze Straße um. Egal, dank unseres Garmin etrax 30 kommen wir im Verkehr und im Gelände gut zurecht.

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