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Demo und Shopping

Der Tag beginnt mit dem Aktivieren der Klimaanlage. Eine Temperatur von 24 Grad reicht uns um so langsam in die Gänge zu kommen. Nach ausreichend Schlaf bis um 6:30 Uhr gab es dann das obligatorische europäisch angehauchte Frühstück. Der Papaya Saft wurde frisch gepresst und die Geräusche ließen vermuten das es in dem Mixer mehr gewesen sein muss als eine Papaya von meist eher weicher Konsistens. Egal, nicht darüber nachdenken. Immerhin gab es dazu noch einen fantastischen Fruchtsalat mit Erdbeeren und Ananas.

Der Kaffee wirkte eher wie ein Konzentrat aus 20 Kannen Espresso und er brachte einen gleich von null auf 100% Leistung.

Nach dem Präparieren mit Moskito-Tod ging es dann wieder in das Zentrum. Heute ist Montag und man hat es gemerkt. Die Menge der Autos ist auf das dreifache gestiegen und die verschlafene Stadt mutierte zu einer Shopping Plaza mit unvorstellbaren Ausmaßen.

Der Weg führt direkt zu dem zentralen Platz auf dem gerade ein Orchester spielte. Warum auch immer?! Egal, es war gut und eine Bereicherung für den Tag.

Auf dem weiteren Plan stand eine SIM Karte des lokalen Telefonanbieters. Die Möglichkeiten unabhängig zu kommunizieren ist hier aufgrund der unzuverlässigen Internetverbindung doch recht nett. Nach dem wir diverse Straßen durchkreuzten fanden wir letztendlich ein gigantisches Center das zu 50% nur Handy Verträge, Teile und Geräte verkaufte. Mit Rudimenten der englischen und spanischen Sprache, sowie Händen und Füßen, gab es dann für umgerechnet 10 Euro eine SIM und ein fantastisches Guthaben für Internetverbindung. Die LTE Funktion kann ich leider nicht wahrnehmen, da mein Reisetelefon offensichtlich veraltet ist.

Nach diesem ersten Erfolg des Tages verließen wir das Geschäft und rutschten ungewollt in eine Demo. Der Lärm war enorm und Böller ließen uns zuerst zusammenschrecken. Entgegen jeder Reiseempfehlungen die lokalen Demos zu meiden, sind wir ein Stück mitgelaufen. Es ist wie mit dem Essen: man muss es ausprobieren um herauszufinden worum es geht, beziehungsweise wie es schmeckt. Offensichtlich ging es um privaten Landbesitz und die Rechte der Bauern.

Ein Abschluß des Bummels endete mit einem Hemmingway Feeling bei einem kalten Bier aus La Paz bei entspannten 31 Grad im Schatten.

Vor der Abfahrt am Donnerstag bleibt nur noch die Zahlungsmöglichkeit im Hotel zu klären, Geld zu tauschen und einmal schon die erste Ladung Wäsche zu waschen.

…nun erstmal eine Banane (0,5 BOB) und mindestens 2 Liter Wasser trinken…

Santa Cruz im November

Hier noch ein kleiner Nachtrag zum 8. November 2015. Das Internet war leider von gestern Mittag bis heute Mittag komplett ausgefallen.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten machten wir uns noch auf in das Zentrum von Santa Cruz de la Sierra. Da wir bereits am Rand des Altstadtkerns wohnen, ist es auch nicht so schlimm im völlig übermüdeten Zustand diese Strecke zu absolvieren. Die einzige Hürde, im wahrsten Sinne des Wortes, sind die Absätze von den Gehwegen am Rande der Straßen. Bis 40 Zentimeter sind ohne weiteres drin, größere Variationen sind möglich. Eine Entschädigung hierfür ist die sonntägliche Ruhe und die Leckereien in den Geschhäften. Massen an Kuchen, Torten und anderem Süßkram locken hier am Wochenende ganze Familien an.

Zum Erstaunen der Bürger der Stadt bewunderten wir bereits die Botanik im Zentrum der Stadt. Rhipsalis sowie andere Schönheiten wachsen hier in einem entspannten Klima ungestört und leider auch unbeachtet vor sich hin.

Ansonsten keine größeren Vorkommnisse.

 

Gelandet!

Nach einer anstrengenden Tour via Amsterdam und Madrid sind wir nun gut in Santa Cruz de la Sierra gelandet. Die Einreise lief problemlos. Nur die Tatsache das man einen Tag nach der Ankunft um 6:45 Uhr gelandet ist, macht uns ein wenig matt. Müde aber zufrieden.

Die ersten Dollar sind ohne größere Schwierigkeiten getauscht und auch ein Taxi konnte am Flughafen gefunden werden. Der erste Fahrer hatte zwar keinen Plan, aber immerhin schaffte es sein Kollege uns mit diversen Schlenkern zum Hotel zu bringen. Die Umwege waren nicht weiter dramatisch. Man fragt ja vorher nach dem Preis.

Nach einem kurzen Frühstück mit Papayas und anderen Leckereien machten wir uns dann auf Wasser (4 Liter für 9 BOB) und Bananen (2 Stück für 1 BOB) zu organisieren und eine Quelle für eine SIM Karte zu finden. Letzteres ist am Sonntag eher schwierig.

Ein Highlight des Tages beziehungsweise des nachts im Flieger waren unsere Sitznachbarn. Einer davon war ein bekannter Kakkteenliebhaber aus Schweden, Mats Winberg. Er war ebenso überrascht und verwirrt uns neben sich zu haben wie wir. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde tauschte man Reiseziele aus und bekam noch Tipps zu der allgemeinen, teils misslichen, Verkehrslage. Das man zwischen Comarapa und Cochabampa nur noch nachts fahren kann war uns neu. Am Tage werden dort Straßen gebaut und gepflegt. Mats und sein Kollege gingen ab dem Flughafen dann eigene Wege. Sie hatten sich bereits einen Wagen direkt am Flughafen reservieren lassen und konnten somit das Ganze entspannter angehen.

Nun heißt es erst einmal sammeln, säubern, Reisetagebuch schreiben und bis zum Abend durchhalten um in den neuen Rythmus hineinzukommen.

Ein kleine Anmerkung noch zu der sprachlichen Hürde die zwischen uns und den Bolivianos liegt. Es ist viel schlimmer als gedacht. Hände und Füße ersetzen die verbale Kommunikation und irgendwie macht es auch Spaß.

Höhenprofile der Abschnitte

Das Wissen über die Höhe ändert sicherlich nichts an der Tatsache das man ja letztendlich dort hinfahren möchte. Dennoch habe ich wieder die üblichen Google Abschnittskarten inklusive Höhenprofil angefertigt. Ob dies nachher auch auf diesen Straßen so stattfindet oder ob Wetter, tägliche Road-Blocks (News zum Thema) und andere Hindernisse uns davon abhalten werden diese Route zu fahren, wird man dann sehen.

Nimmt man einmal das Wetter von Cochabamba (Wunderground, Cochabamba Klima Historie) im letzten November, so sah es nun nicht sehr dramatisch aus. Hoffen wir einmal das Beste.

Die Route

Die Reise rückt näher und es wird Zeit die letzten Dinge zu planen beziehungsweise einzukaufen. Ein wenig Reiseapotheke, Akkus, Festplatten und Speicherkarten müssen noch organisiert werden und dann könnte es auch schon bald losgehen.
Je nach Wetterlage (Es wird viel regnen!) und Zustand der Straßen kann es durchaus sein das sich der Streckenverlauf spontan ändert und einen dazu zwingt andere Wege einzuschlagen. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Immerhin ist es Kaktusland und es gibt überall Pflanzen die fotografiert werden wollen. 😉
Hier schon einmal ein „grober“ Entwurf der Route:
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