Ein Tag der mit Baulärm beginnt, fühlt sich derzeit an wie ein Szene aus „Täglich grüßt das Murmeltier“. Diesmal kein Gehämmer sondern das „zarte“ festklopfen der Mauersteine. Nun gut, ändern kann man es offensichtlich nicht mehr, also das übliche Prozedere: Frühstücken und dann mit dem Auto schöne Orte aufsuchen. Davon gibt es hier reichlich.
Der am Abend vorher diskutierte grobe Entwurf sah folgendens vor: nach Norden in Richtung Garajonay Nationalpark. Sehr witzig eigentlich wenn man bedenkt das aus unserem nur dieser eine Weg möglich ist. Ich wollte aber gern einmal die einzige Straße, die quer durch den Park führt, fahren. Im Nebel durch den Lorberwald. Vorbei an sehr viel Grün, behangen mit gespenstisch aussehenden Flechten. Schaurig schön und eine komplett andere Welt als die Beachboy Strandidylle eintausendmeter tiefer gelegen an der West- und Südküste. Der Weg führte aus dem Valle Gran Rey heraus in Richtung Arure. Bei Los Barranquillos bogen wir in Richtung Inselmitte nach recht ab und nach gefühlten dreitausend Kurven ging es fast in der Mitte der Insel nordwärts nach Juego De Bolas. Hier befindet sich eine Art Botanischer Garten mit viel interessanten Informationen rund um die Entstehungsgeschichte der Insel, die Klimaverhältnisse und Überraschung: die Flora von La Gomera. Die Flora betreffend gab es hier eine Vielzahl der Pflanzen zu sehen. Alle waren mit Schildern versehen und alles sah sehr gepflegt aus. Die Fülle an klassischen Steingartengewächsen hat uns ein wenig überfordert. Nach einem warmen Tee (es war recht kühl) ging es wieder auf den Rückweg. Diesmal aber nicht die gleiche Strecke sondern über Vallehermoso, einen der größeren Orte auf der Insel. Die Fahrt war wieder mit Miradoren gespickt und die Anzahl der Kurven kaum noch zählbar.
Eine 360 Grad Ansicht die von Vallehermoso auf dem Rückweg entstanden ist. Einfach in das Bild klicken, Mauszeiger links klicken, festhalten und umsehen:
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Der Tag endete mit einem Einkauf bei unserem Supermercado des Vertrauens: Supermercado Lomo Del Moral. Der Mann der täglich dort die Kundschaft bedient spürte unseren Willen die Einkäufe stets in der Landessprache zu vollziehen. An der Gemüsetheke gab es deshalb noch eine kleine Lektion für die Früchte des Landes in Spanisch. Dies sind die Momente die solche Reisen immer wieder spannend machen.
Weitere Pläne gibt es noch nicht für Morgen. Bislang existiert nur die Idee Los Organos im Norden zu besuchen.