Der Tag startete mit einem wunderbarem Frühstück im Hotel Villa Gomera. (Es hat zwei Sterne. Ich würde aber durchaus mehr vergeben.) Gemüse, Obst und leckerer Saft. Nach dem Auschecken sollten wir den Wagen am Hafen abholen. Zu Fuß ging es also wieder mit dem Gepäck zum Hafen in San Sebastian De La Gomera. Eine idyllische Ruhe lag über dem Ort und man konnte fühlen das es Sonntag ist. Am Hafen angekommen suchten wir ein zirka vier Quadratmeter großes Büro auf. Die Formalitäten waren schnell abgehakt und es wurde nach wenigen Minuten der Schlüssel übergeben. Ein Fiat Punto soll uns von nun an die nächsten Wochen begleiten und uns tapfer beim erklimmen der Berge als Hilfsmittel beiseite stehen.
Unsere Tour startete mit dem Betanken des Wagens am Hafen. Ein anschließendes Umherirren und Suchen nach einem Supermercado, führte uns dann aber wieder zur Tankstelle zurück um ein wenig Wasser zu kaufen. Der Sonntag macht es einem nicht leicht sich entsprechend auszustatten. Immerhin sind es über dreißig Grad und Wasser ist im Moment mit eines der wichtigsten Dinge. Leider sind allerdings die meisten Geschäfte geschlossen.
Wir verließen umgehend San Sebastian De La Gomera und folgten den Anweisungen unseres Navis. Der Weg sollte durch die Berge führen und vorbei an den unterschiedlichsten Blüten und Düften. Letzteres war sehr einprägsam und änderte sich auch von einem Stop zum Nächsten. Die Stops waren übrigens stets Miradore. Dies sind Aussichtspunkte die in der Regel liebevoll gestaltet waren und hier und dort von einem der vielen Wanderwege gekreuzt wurden. In unser Vokabular wurde es auch gleich als Verb übernommen. So kann man zum Beispiel sagen wenn der Vordermann plötzlich abbremst: Vorsicht, da miradort wieder einer. In der Regel sind es auch Touristen wie wir die hier mit einer Vielzahl an weißen kleinen Mietwagen herumflitzen.
Hier ein kleiner Rundumblick mit einer 360 Grad Kamera aufgenommen. (Es könnte sein das es mit alten Browsern nicht funktioniert.) Einfach in das Bild klicken, Mauszeiger links klicken, festhalten und umsehen:
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Nach unzähligen Kurven die in die Höhe führten, folgten nach ca. einer Stunde eine nicht geringere Menge an Kurven die einen wieder in die Tiefe führten. Es kam hier auch die Frage auf wozu es hier Mietwagen mit fünf Gängen gibt. Den fünften Gang braucht man hier einfach nicht. Das Zählen der Kurven ist im übrigen auch äußerst sinnlos. Es sind einfach zu Viele.
Am Casa Tigot, unserem kleinen Häuschen, angekommen wurde ersteinmal das Haus unter die Lupe genommen und wohlwollend als neues zu Hause auf ganzer Linie ausnahmslos akzeptiert. Bad, Küche, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer und ein Hauswirtschaftsraum bieten einem alles was man benötigt. Die Ausstattung ist grandios und selbst in der Küche hatte man mit einigen Lebensmitteln uns ein äußerst passendes Willkommensgeschenk gemacht. Orangen, Äpfel und auch eine Flasche Wein rundeten das Paket ab.
Der Tag ist zwar rein rechnerisch noch nicht vorbei, aber dennoch schreibe ich bereits um 15:00 den Beitrag für heute. Für uns steht nun nur noch Essen, Trinken und herumliegen auf dem Plan. Der Tag ist einfach zu heiß um zu wandern und der Ausblick zu wunderschön um sich am ersten Tag in einer ignorierenden Art und Weise davon zu entfernen. Einen wichtigen Teil des Ausblick haben die ortsansässigen Echsen. Immerhin ist es doch eher ihr und nicht unser zu Hause. Eine recht beachtliche Zahl dieser agilen Tiere rast in den unterschiedlichsten Größen in dem Beet vor unseren Augen herum. Jetzt warten wir noch auf die nächsten Höhepunkte des verbleibenden sonnigen Tages: Der Sonnenuntergang in dem Tal vor uns und das Auftauchen der Geckos in der Dämmerung. Es könnten Tarentola gomerensis sein. Eine kleine hübsche endemische Art.