Leider kommt der Artikel zum 24. November wieder ein wenig spät. Bei der Ankunft in Aiquile war man doch eher froh das es überhaupt ein Zimmer gab. Eigentlich hatte es eher etwas von Knast-Romantik. Nach einem Tag auf der Straße ist einem das aber auch eher egal.
Aber von vorn… Es dauerte eine Stunde bis wir Crazy-Town verlassen hatten. Sucre ist zur Rush-Hour keine Freude. Es ging zuerst in Richtung Norden. Leider gab es auf dem Weg dort hin keine Tankstelle, so dass wir auf gut Glück losgefahren sind. Ebenfalls erfolglos ware der erste Standort. Durch Straßenbau waren hier die Pflanzen nicht mehr verfügbar. 🙁
Der nächste Stop führte zu S. brevispina. Die Pflanzen hatten Früchte und auch hier war der Standort gefährdet. Man hat hier einen Picknickplatz errichtet.
Ein weiterer gefährdeter Standort, war der von S. losenykiana. Die Bewirtschaftung mit Eukalyptus macht auch hier die Standorte kaputt. Hinzu kommen hier immer größer werdende Felder der Agrarwirtschaft.
Der vorletzter Halt bereicherte den Tag mit P. tuberculata, L. cinnabrina, A. vestita und S. canigueralli.
Der letzte Standort an diesem weiteren 40 Grad Tag führte uns zu P. acampoi. Die G. pflanzii die hier auch wachsen sollten waren leider nicht auffindbar.
Nach diesem schier nicht enden wollendem Tag und einem Auto dem ständig die Puste ausging, kamen wir erschlagen in Aiquile an und waren bereit für den abendlichen Kollaps. 😉 Dem Kollaps auf der Matratze ging allerdings noch die Suche nach einem geeigneten Hotel vorraus.
Interessant war ein deutsches Paar das wir in dem Hotel getroffen haben. Sie kamen aus Argentinien und waren mit zwei kleinen Kindern unterwegs. Für sie sollte es noch via Cochabamba nach La Paz und dann weiter nach Peru gehen. Man trifft zuweilen auf Reisen wirklich interessante Menschen.
Diese Zeilen schreibe ich übrigens mit dem Lichtschein einer Flurlampe mit Bewegungserkennung. Alle drei Sätze halte ich also das Netbook hoch und schwenke es ein wenig. Ich hoffe das ich dabei nicht beobachtet werde.