Comarapa nach Cochabamba

Von Comarapa aus ging es erst einmal in die nahe gelegenen Berge. S. krahnii und P. comarapana mussten nur noch, wie die Nadel im Heuhaufen, gefunden werden. Nach längerer Suche ist uns dies auch gelungen. Die Menge der Exemplare in dieser Gegend ist aber leider sehr überschaubar.

Nach der Erstellung von ausreichend Fotomaterial im zweistelligen oberen Bereich, zog es uns wieder auf die Straße. Zunächst einmal hieß es warten. Bei der ersten Baustelle ließ man die Autos nur alle zwei Stunden passieren. In der Zwischenzeit wurden im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzt. Ein Erdrutsch hat die Straße verschwinden lassen und nun musste einen neue gebuddelt werden. Nach dem wir dann endlich weiter durften ging es zum nächsten Kakteenstandort. Enttäuscht mussten wir feststellen das hier bereits gebaut wurde. Standort weg! 🙁

Leicht traurig ging es weiter in Richtung 3000 Meter Höhe. Wir durchfuhren Sibirien, genauer gesagt Sibiria und erfreuten uns dort einer Mordor ähnlichen Atmosphäre. Es war ein wolkenverhangener Ort der dauerhaft in den Wolken Steckte und zudem auch recht düster war. Die Bäume waren mit Tilandsien verhangen und man rechnete jeden Augeblick damit das irgendwo ein Troll aus dem Wald kam.

Hinter Sibirien kam die nächste Baustelle. Wartezeit ca. 45 Minuten. Der halbe Tag bestand eigentlich nur aus Warten an irgendwelchen Baustellen. Etwas nervig, aber es muss sein. Durch die ganze Warterei blieb nur noch ein Stop abzuarbeiten. Auch hier sorgte der Mensch dafür das das Artensterben weitergeht. Durch immer intensivere Landwirtschaft verschwinden leider immer wieder Arten.

Am Ende des Tages rollten wir dann arg ermattet in Cochabamba ein. Verkehrsregeln scheint es keine zu geben. In der Nähe des Marktes scheint es überhaupt nur Chaos zu geben. Fahrzeuge schnellen von allen möglichen Seiten auf die Kreuzungen zu bis gar nichts mehr geht und Menschen laufen auf der Straße zwischen den Fahrzeugen. Eine Ordnung war nicht erkennbar.

Vom Tag erschlagen, werde ich mich nun in 3000m Höhe schlafen legen und von den 4000m am morgigen Tag träumen. -Gute Nacht-

4 Gedanken zu „Comarapa nach Cochabamba

Schreibe einen Kommentar