Kakteen, Salinas Grandes und 4200 Meter

Von Tilcara ging es über Purmamarca und Lipan in Richtung Salinas Grandes. Dazwischen lag ein schier endlos erscheinendes Geschlinger an Asphalt bis auf 4200 Metern. Die Luft war dünn, aber es hat sich gelohnt. Ein Salzsee in dessen Mitte nebst einer Straße auch ein Restaurant auf Gäste wartete. Das Lokal war aus Salz erbaut. Stein um Stein bestand das gesamte Gebäude aus Salzblöcken. Selbst die Lamafigur vor der Tür bestand aus Salz. Der Salzsee vor der Tür war zum Teil aufgrund der Regenwitterung verflüssigt und kristallklar. Ein atemberaubender Anblick. Die Größe konnte man nur abschätzen und die Lichtverhältnisse waren aufgrund der Reflektionen unglaublich.

Kaum hatten wir uns von dem Anblick der Berge während der Auffahrt und dem Naturphänomen des Salzsees erholt, ging es auch schon weiter nach Aguas Blancas. Kakteen auf 4000 Meter Höhe. Uns fröstelte. Über unseren Häuptern die Wolken, uns zu Füßen Kakteen (Lobivien, Pyrrhokakteen etc.) und eine Luft die sehr rein, aber auch sehr dünn war. Das sollte uns nicht abhalten vor Begeisterung Gigabyte um Gigabyte mit tollen Pflanzenbildern zu füllen. Dazu noch der Anblick der Berge. Türkis, Beige, Rot, diverse Braun Töne. Niemals hätten wir gedacht das wir vor Sprachlosigkeit und Begeisterung den Fotoapparat ausgeschaltet neben uns unangetastet liegen lassen würden. Diese Berge und die Farben die im Minutentakt durch den Einfluß der Wolken und der Sonne wechseln kann man nicht mit banaler Fotografie wiedergeben. Zusehen, staunen und im Gehirn verankern.

Unten im Tal angekommen brauchte es erst einmal ein wenig wieder klar denken zu können. Nicht nur das man mit dem SUV von 4200 Metern auf 720 Meter „hinunterfiel“, sondern man kam auch von der Kälte in die tropisch schwüle Hitze. Erstaunlich was man so alles aushält – wenn es schön ist.

Die ersten Pflanzen kamen dann wieder hinter San Salvador de Juyjuy (ausgesprochen: Huihui) zum Vorschein: Pereskia, Stetsonia und noch einige andere.

In San Lorenzo angekommen blieb nur noch eines: frisch machen für das allabendliche Dinner und den diesmal damit verbundenen Spaziergang durch die Quebrada de San Lorenzo.

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