Ein Sucre-Tag

Der Tag der begann wie immer um sechs Uhr. Nach dem Frühstück haben wir Crazy-Town-Sucre verlassen. Crazy-Town bezieht sich übrigens nur auf den Straßenverkehr. Andere nennen Sucre eher die weiße Stadt. Dies bezieht sich auf den Altstadtkern. Hier gibt es viele Kolonialbauten die weiß angestrichen sind. Die Peripherie ist eher rot wie gebrannte Ziegel.

Der Weg führte uns gen Süden. Zuerst ging es zu Parodia yamparaezii und Lobivia cinabarina sowie Sulcorebutia canigueralii. Ein Fotorausch folgte auf den nächsten und die Pflanzen ließen einen mal wieder schnell die Hitze vergessen.

Der nächste Stop sollte uns in Richtung S. rauschii führen. Unterbrochen wurde dies aber von einem unplanmäßigen Stop bei einer blühenden und duftenden Harisia tetracantha und einer uns unbekannten Pfeiffera Art. Nach nur fünfzehn Minuten ging es dann endlich weiter in Richtung S. rauschii. Schotterpisten führten uns bergauf und das handliche GPS machte den Rest. Nebst den wunderschönen S. rauschii Polstern gab es auch L. cinabarina, A. vestita und ein recht ansehnlicher Cleistocactus. Die S. rauschii haben so dermaßen begeistert das man versucht war alle Exemplare abzulichten. Die ist soweit machbar. Immerhin sind es nur weniger Quadratmeter auf diesem heißen und trockenen Gipfel auf denen diese Pflanze zu finden ist.

Ein letzter Stop sollte eigenlich auf die nördliche Seite von Sucre führen. Dies wurde wegen extremer Fotoeuphorie auf morgen vertagt. Statt desssen geb es noch Skuriles aus dem Altstadtbereich. Ein dunkles Paulaner und eine Quinoasuppe, eingenommen in einem lokal welches von Holländern betrieben wird, sorgten für eine Steigerung der Laune. Dann kamen die Zebras auf den Kreuzungen. Äußerst amüsant. Der Zweck: das Bewußtsein für den klassischen Zebrastreifen bei der Bevölkerung schärfen. Ach ja, da war ja noch die Dino-Telefonzelle und die Krallen an den autoreifen die einem bei Falschparkerei drohen. Die Stadt hat zumindestens im Zentrum einiges zu bieten.

Wir sind mal wieder leicht ermattet und freuen uns auf die morgige Tour nach Aiquile. Unterwegs müssen noch dringend eine Sulcorebutia Arten abgelichtet werden.

Noch ein Kommentar zu kommenden Fest. Hier wird schon fleißig geschmückt. Auf uns wirkt es sehr eigenartig. Immerhin ist es warm, die Menschen sind eher leicht bekleidet und ansonsten gleicht diese Reise eher einem Zeitsprung. Ich für meinen Teil werde Weihnachten erst einmal ignorieren und konzentriere mich auf die netten Menschen, das Essen, die Atmosphäre und die Pflanzen.

4 Gedanken zu „Ein Sucre-Tag

  1. Moin Cay,
    besonders das Telefon hat mir gefallen!
    Sei froh, daß Ihr in der Wärme seid. Norddeutschland ist verzuckert (sucre .-)) )
    http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Kiel/Nachrichten-aus-Kiel/Weisse-Daecher-in-Kiel-Der-Winter-ist-da
    Jetzt heißt es wieder eine Schicht mehr anziehen. Ich hoffe Ihr habt etwas Zeit nach der Rückkehr zum akklimatisieren.
    Euch beiden noch reichlich stacheliges interesantes auf Eurem Weg.

    Viele Grüße
    Inke

  2. Eine solche Vielfalt an Kakteen und das in freier Natur, denkt man gar nicht. Und Ihr wißt immer gleich, welche es sind?! Die Bilder sind einfach toll u. amüsant zugleich.Man kann nur ahnen, wie es auf Euch wirkt. Genießt diese Welt, hier verpasst Ihr nichts. L.G. Gitta

  3. toll 36° und Weihnachtsdeko. Ich glaube hier ist es morgen rüh wieder weiß und ich beginne auch so langsam mit der adventlichen Dekoration; aber das paßt dann ja auch.
    Genießt die Wärme und die wunderschkönen Pflanzen, denn bald ist die schöme Zeit vorbei. Wie sehen uns nach den 1. Advent.
    tschaui ma

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