Mit Winterjacke und dicken Stiefeln ging es am 11.03. in den Urlaub. Am Flughafen wurde kurzerhand das Auto geparkt und dann direkt mit dem Flugzeug von Hamburgo nach Tenerifa Süd geflogen. Bereits am Flughafen lernten wir zwei außerordentlich nette Menschen kennen, mit denen wir uns schon vor der Landung verabredeten ein Taxi von dem Tenerifa Süd Flughafen bis zum Fährhafen Los Christianos zu teilen. Es sind knappe 16 Kilometer und aufgeteilt auf zwei Paare verblieben nur noch 12,50 Euro für uns.
Am Fährhafen angekommen blieb noch ein wenig Zeit um eine Kleinigkeit zu Essen und einige Fotos zu machen. Nicht unerwähnt will ich hierbei die Aklimatisierung lassen. Die 31 Grad sind für einen Norddeutschen der fünf Stunden zuvor noch 3 Grad um sich fühlte, doch eher eine harte Prüfung.
Gegen Sieben fuhr die Fähre in den Hafen von Los Christianos ein und das betongraue Gelände erfüllte sich auf einmal mit Leben. Nach dem Entladen folgte das Beladen und wir zogen sogleich mit unseren neuen Bekannten an das Heck des Schiffes. Die Koffer hatten wir übrigens vorher ein einem Kastenwagen deponiert, der diese dann für uns auf die Fähre fuhr. Die Gangway über drei Etagen hätten mit 16 Kilo Koffer mit Sicherheit keinen Spaß gemacht. Es sah aber schon irgendwie aus wie ein Verkauf aus den Kofferraum, so wie man es von alten 70er Jahre Filmen her kennt. Wollen wir nicht Meckern – alles ging gut und die Koffer gingen am Ende der Fahrt auch wieder in unserem Besitz über.
Die Überfahrt selbst hatte auch etwas was man sonst nur aus dem Kino kennt. Eine Fähre zu einem kleinen grünen Eiland mit Gästen aus diversen Nationen. Im Schein des Vollmondes hüpfte der eine oder andere Delfin aus dem Wasser. Wie ein perfektes Puzzleteil schmiegte sich noch der sonnengelbe Calima am Horizont in das Bild. Calima ist nichts weiter als der Ostwind der den Sand der Sahara über das Meer trägt.
Alles hat eine Ende und so kamen wir also wohl Entspannt im Hafen von San Sebastian De La Gomera gegen acht Uhr abends an. Dank modernster Navigationstechnik (Smartphone) ging es dann zu dem Hotel Villa Gomera. Die Taschen wurden abgestellt und im E Pajar, nur wenige Meter Richtung Meer, gab es noch ein wenig um die trockene Kehle zu benetzten.
Der Tag, man hätte auch zwei daraus machen können, endete mit einem komaähnlichen Schlaf.