Etwas verwirrendes Vorab. In unserem Hotel, dem Hotel Regina, steht im Foyer bereits ein geschmückter Weihnachtsbaum. Die Deko ist in sich stimmig, für meinen Geschmack aber eher gruselig.
Nun aber zum Wesentlichen. Letztendlich sind wir wegen den Kakteen und nicht wegen der Weihnachtsdeko hier. Nach den beiden Stops im Südwesten (ca. 3100m), fuhren wir am Nachmittag nordöstlich von Cochabamba. Einmal quer durch die riesige Stadt, vorbei an so einige skurilen Dingen.
Am Rande der Stadt begann sogleich die Straße die in die Berge führte. Gefühlt würde ich sagen das die Straße einspurig war – dies ist aber eine Frage der Auslegung. In ewigen Serpentinen zog sich diese Schotterpiste durch die Berge. Rechts die Berge und auf der linken Seite der brachial abfallende Berg. Kein Kantstein, kein Absperrung die einen vor einem eventuellen Absturz bewahren könnte. In gewissen Abständen gab es leichte Einbuchten die es einem ermöglichten sich elegant an den örtlichen billigen Personentransportern vorbei zu schieben. Diese Transporter sind übrigens gerade für die Landbevölkerung das günstigste Mittel um sich in die Stadt bringen zu lassen. Es ist ein LKW mit Gestängen über dem Landeraum. Hier können sich die Leute festhalten.
Nach milliarden an Kurven (Anmerkung des Autors: es waren wahrscheinlich weniger) kamen wir bei 4111 Metern über NN an. Unser Ziel: Lobivia maximilliana. Ein atemberaubender Anblick. Auf dem Rückblick gab es mal wieder diverse Säulenkakteen und eine Lobivia obrepanda. Hier waren leider mal wieder viele Exemplare verschwunden. Sie mussten dem Ackerbau weichen.
Das war es in kürze vom heutigen Tag. Nun steht noch die übliche Datensicherung an und ein Essen mit Willy irgendwo in der Nähe.
Uh, der Baum ist echt gruselig!
Viel Vergnügen noch!